PRESSEMITTEILUNG: Stromausfall als Weckruf - Wie kann sich Pankow auf Krisen vorbereiten?

Der großflächige Stromausfall im Süden Berlins hat gezeigt, wie schnell der Alltag aus dem Takt geraten kann. Was bedeutet das für Pankow und die 420.000 Bewohner*innen? Wie resilient ist der Bezirk? Auf Einladung der direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für Pankow, Julia Schneider (Bündnis 90/Die Grünen), diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Katastrophenschutz darüber, wie resilient Pankow ist – und was es braucht, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Julia Schneider MdB erklärte: „Krisen wie der Stromausfall im Süden Berlins zeigen, wie wichtig Vorbereitung ist. Die Weltlage ist unberechenbar, deswegen ist mir wichtig, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen: die Verwaltung, die Politik im Bezirk, Land und Bund. Und klar, die Bürger*innen sollten auch selbst vorsorgen. Dazu gehört auch sich untereinander abzusprechen, wer auf wen achtet – das fördert ein gutes Nachbarschaftsverhältnis schon vor der nächsten Krise. Und es gehört zu einem resilienten Bezirk. Denn resilient wird Pankow nur, wenn wir gemeinsam handeln – und zwar heute, und nicht erst, wenn die Krise bereits da ist.” 

Pankows Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch betonte: „Für wirkliche Resilienz ist jeder Einzelne gefragt. Jeder kann sich fragen, was man bei einer Krise braucht und bei welchem Nachbarn man einmal klingeln sollte. Der Bezirk selbst schafft ein Netz von Anlaufstellen vor Ort, wo man hingehen kann, um sich zu informieren und Unterstützung zu finden.“

Mathias Neumann, stellvertretender Bundessprecher des Technischen Hilfswerks (THW), empfahl allen Bürger*innen die Lektüre der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“: „Das sollte jeder einmal lesen und prüfen, was sich konkret umsetzen lässt.“ Wichtig sei außerdem, sich vorab zu überlegen, an welche zwei Personen man in einer Notsituation denken sollte. Mit Blick auf die Resilienz des Bezirks fügte der in Pankow wohnhafte Ehrenamtler hinzu: „Ich fühl mich von allen Berliner Bezirken hier am wohlsten.“

Robert Zückmantel, Gruppenleiter Notfallvorsorge und Katastrophenschutz bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Berlin, gab einen Überblick für die Berliner Landesebene: “Berlin ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun.” Dazu gehöre zum Beispiel der Ausbau des Sirenennetzes.